13. Juni 2017

Ein Basic names TRIXY...

Mein Kleiderschrank platzt mittlerweile aus allen Nähten und verlangt nach einer größeren "Aussortieraktion". Die s.g. Basics sind jedoch in Unterzahl und zwar ganz deutlich. Nun definiert vermutlich jeder die Basics ganz anders. Meine Definition lautet: schwarz oder weiß und vor allem schlicht. 

So besaß ich zum Beispiel keinen schlichten, weißen Rock. Blau, grün, rosa, ja sogar gelb - die Auswahl ist groß aber leider auch so, dass ich nur ganz beschränkt kombinieren kann. Das ist ungünstig und ich habe mir fest vorgenommen, das zu ändern.

Den Anfang macht also ein schlichter Jeansrock aus La Maison Victor. Trixy heisst das gute Stück und die Passform entspricht genau meinen Vorstellungen...


Die Designer haben das Schnittmuster in einer Länge von 40 cm vorgesehen. Das ist mir definitiv zu kurz, das bin ich nicht (mehr). Mein Rock ist genau 50 cm lang geworden und das muss natürlich auch beim Kauf vom Reißverschluss beachtet werden.

Schaut selbst, der Längenunterschied ist schon enorm und ich finde meine Version deutlich bürotauglicher.



Die angegebene Stoffempfehlung tendiert in Richtung Sweatstoffe aber auch diese habe ich gepflegt überlesen und mich für eine leicht stretchige Jeansqualität entschieden. Jeansröcke sind sportlich und elegant zugleich, man kann sie immer gut kombinieren.

Trixy ist relativ einfach zum Nähen wenn man vorher alles richtig ausgemessen und beachtet hat. Oder wenn man den Idealmaßen in der Tabelle entspricht. Das gilt aber für alle Röcke und alle Hosen und das ist meine ganz große Schwachstelle. Hüfte 36, Taille 38-40; ich war auch hier der Meinung, vorher alles richtig gemacht zu haben... Hinterher musste ich aber an den Seiten noch gute 4 cm und an der Taille 5 cm rausnehmen, wieder mal... Das hat natürlich zu Folge, dass die Tascheneingriffe schmaler als geplant ausgefallen sind. Leider aber auch leider nicht mehr zu ändern.






Wie findet Ihr meine Trixy und näht Ihr auch Basic-Teile oder kauft Ihr diese? Ich finde, dass es gerade bei den schlichten Kleidungsstücken nicht ganz so einfach ist, welche zu bekommen, die gut sitzen und nicht so ganz "langweilig" sind. Nähen ist hier also eine echte Alternative und ich freue mich, dass meine Nähkenntnisse mittlerweile für solche Projekte (fast) ausreichen. 


Schnittmuster: Rock TRIXY, La Maison Victor 05/06 2015, Größe und Änderungen wie oben beschrieben
Stoff: Kiko Denim Slub Stretch von Herbert Textil
Shirt: Kimono Tee von Maria Denmark (auch ein Basic aus dem Jahr 2016)
Verlinkung: MMM und After Work Sewing
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6. Juni 2017

Ein Sommerkleid mit einigen Hindernissen...

Meine Urlaubslektüre bestand diesmal aus Fachzeitschriften und Fachbüchern. Natürlich zum Thema "Nähen", ist ja schließlich mein liebstes Hobby. So fand sich bei mir im Gepäck auch die neueste Ausgabe der Burda und ich habe mich schon beim Kauf spontan in das Kleid auf dem Titelbild verliebt. 

Am Urlaubsort angekommen sah ich dann auf Insta die grandiose Umsetzung des Kleides bei Andrea und spätestens dann war es endgültig um mich geschehen ☺ Hätte ich bloß aufmerksam ihren Blogbeitrag gelesen... Oder wie man das so schön sagt: wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Bevor ich erzähle warum, zeige ich hier schon mal das Kleid. Warum meine Kamera das Karomuster verfälscht und überbelichtet, weiß ich allerdings auch nicht...



Ich habe das Kleid in meiner Größe 38 genäht. Das war auch die richtige Entscheidung denn noch "sackiger" darf es ja nun wirklich nicht sein. Meine Entscheidung basierte auf der Brustweite aber das scheint ja bei der Burda nicht das einzige Kriterium zu sein. Alles war gut bis ich anfing, die Ärmel einzusetzen. Wie soll ich das jetzt sagen? Ich habe gewiß viele Stellen, die nicht dem Idealmaß entsprechen aber die Schulterpartie und die Ärmel sind eher zu dünn als zu kräftig. 

Wenn ich Andreas Beitrag aufmerksam gelesen hätte dann hätte ich die Ärmel und die Armausschnitte gleich in Größe 40 zugeschnitten. Habe ich aber nicht und so stand ich völlig verzweifelt vor dem Spiegel denn genau dieser Bereich spannte fürchterlich!


Ich weiß, ich hätte alles ausmessen müssen. Mein Fehler. Andererseits frage ich mich, ob das hier eine Ausnahme war oder genau diese Partie bei der Burda immer so knapp bemessen ist? Was machen denn die Frauen, die kräftigere Ärmel haben? 

Zum Glück gibt es wirklich sehr gute Facebook-Gruppen mit vielen hilfsbereiten Mitgliedern. Die Burda-Gruppe gehört auf jeden Fall dazu. Man hat mir Lösungsvorschläge gemacht, ja sogar diese aufgezeichnet und ich hatte noch genügend Stoff für neue Ärmel. Dank der großzügigen Nahtzugabe von 1,5cm (ist ja bei Burda so üblich) habe ich den Armausschnitt insgesamt größer machen können und die Ärmel passend aus einem neuen Stück Stoff zugeschnitten. Ideal ist es immer noch nicht aber ich kann mich immerhin gut bewegen. Hier sieht man das ein bisschen...


Das Kleid an sich habe ich um 7cm gekürzt, allerdings nicht an der Saumrüsche, die wollte ich so schön lang lassen. Da ich ohne Futter genäht habe, musste ich mir eine andere Lösung für den Halsausschnitt überlegen. Die letzten Projekte haben mich gelehrt wie ein Beleg erstellt wird und ich habe mich auch hier dafür entschieden. Das hat auch wunderbar geklappt, so langsam habe ich den "Dreh" raus.



Tja, das war die kleine Geschichte meines Kleides. Ich mag es wirklich sehr auch wenn meine bessere Hälfte leicht die Augen verdreht. Nicht weil er das nicht leiden mag aber "ein bisschen figurbetonter" könnte es immer sein...  Das wird sich wohl nicht mehr ändern, stört mich aber nicht wirklich ☺

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sommertag, schlüpfe jetzt in mein neues Kleidchen und gehe schön mit meinem kleinen Hund spazieren.

Schnittmuster: Burda 6/2017 Titelmodell
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29. Mai 2017

Das ODETTE-Fieber ist ausgebrochen...

Heute ein ganz kurzer Blogeintrag von mir. Anlässlich einer weiteren ODETTE, die ich bereits schon mal hier in einer anderen Ausführung gezeigt habe.

Ich habe auch diesmal auf das normale Halsbündchen verzichtet und mit Beleg gearbeitet. 
Das gefällt mir ausgesprochen gut und auch die Odette Nr. 3 wird auf diese Art und weise genäht.



Getreu dem Motto "Der Sommer wird maritim" habe ich einen rot/weiss gestreiften Baumwolljersey gewählt und ein kleines "Statement" geplottet. Mehr nicht, so gefällt es mir am besten.



Irgendwie finde ich dieses Schnittmuster einfach genial. Und super schnell umsetzbar. Ich habe so viele verschiedene Schnitte für Shirts, mag aber momentan nur diese Odette richtig gut leiden. Es werden also noch einige folgen... ☺

Schnittmuster: Odette, La Maison Victor 05/06 2017
Stoff: Baumwolljersey stripes mini red-white von Herbert Textil
Größe: 36 mit Änderungen (wie oben beschrieben) und um 6cm verlängert
Verlinkung: MMM

14. Mai 2017

Ein Shirt mit vielen Gesichtern...

Bequeme Shirts kann man nicht genug haben. Zwischendurch sind sie schnell genäht und man kann damit sofort loslaufen.



Mein neues Shirt kommt - woher aus sonst? - wieder aus der La Maison Victor. Und zwar aus der neuesten Ausgabe und trägt dort den klangvollen Namen ODETTE. Nun gut... 

ODETTE ist jedenfalls als Schnittmuster mit einem typischen Halsbündchen versehen aber das fand ich bei meinem Stoff nicht passend. Verzerrte Gesichter wollte ich durch die Dehnung nicht unbedingt um den Hals tragen also habe ich einen Beleg gebastelt. Das hat wunderbar funktioniert, finde ich sogar noch schöner als die klassische Variante.



Wie immer musste ich verlängern. Und zwar um 4cm wobei ich das nächste mal noch länger zuschneiden werde. Das Shirt eignet sich prima für eine Longvariante, gerade wenn man dazu Leggings anziehen möchte. 

Und das Muster? Gefällt bestimmt nicht jedem aber ich finde das toll! Mal etwas ganz anderes und sehr gut kombinierbar.





Schnittmuster: ODETTE, LMV 05/06 2017, Gr. 36, Änderungen wie oben beschrieben
Stoff: Baumwolljersey von Milliblue´s  über Stoffmetropole
Verlinkung: Ich habe ein NEUES Schnittmuster ausprobiert, MMM und After Work Sewing

8. Mai 2017

Verliebt in LIZZIE

Manche Schnittmuster sind wie für einen gemacht. Weil man sich auf Anhieb wohlfühlt und das Kleidungsstück am liebsten nie wieder ausziehen möchte... 
Für mich steht jedenfalls fest, dass diese Bluse aus der neuesten Ausgabe von La Maison Victor zu meinen absoluten Favoriten des Sommers gehören wird und mit ziemlicher Sicherheit weitere LIZZIES die Sommergarderobe bereichern werden.



Luftig, leicht, verspielt - so in etwa kann man diese Bluse beschreiben. Klar, die Stoffauswahl spielt eine sehr große Rolle aber ich denke, dass ich hier bei der weichen Viskose alles richtig gemacht habe.





Die Bluse hat ein verlängertes Rückenteil und ganz verspielte Armabschlüsse aus denen eine Schleife gebunden wird. 

Auf den Seiten der ausländischen Nähbloggerinnen habe ich gelesen, dass einige von ihnen mit dem Annähen der Schleifen so ihre Problemchen hatten. Das fand ich jetzt nicht, wenn man genau der bebilderten Beschreibung folgt, stellt dieses wirklich kein Problem dar. Auf jeden Fall sind sie deutlich einfacher als die klassischen Blusen-Manschetten umzusetzen.


















Eine ganz große Änderung habe ich jedoch vorgenommen und kann sie allen empfehlen, die - so wie ich - keine besonders tiefen Ausschnitte mögen. 

Der ursprünglich vorgesehene Ausschnitt der LIZZIE ist seeeeehr tief. Auch sehr breit aber das stört mich überhaupt nicht. Die Tiefe wollte ich auf gar keinen Fall und habe diese korrigiert indem ich mich an der äußersten Linie (Gr. 56) des Schnittmusters orientiert habe. Für alle, die das interessiert, habe ich diese kleine Grafik erstellt: im Ausschnittbereich folgte ich der Größe 56 und habe oben an die Schulterline meiner Größe 38 "angedockt". Natürlich muss man diese Anpassung auch bei dem vorderen Beleg vornehmen, das ist ganz wichtig denn dieser muss nachher passend angenäht werden.












Nach dieser Änderung bin ich mehr als zufrieden mit meiner LIZZIE und wenn wir ein schöneres Wetter hätten, würde ich sie vermutlich rund um die Uhr tragen ☺ Ich hoffe, dass sie Euch auch ein bisschen gefällt und ich etwas von meiner Begeisterung weitergeben konnte...




Schnittmuster: Top LIZZIE, La Maison Victor 04/05 2017, Gr. 38 (Änderung wie oben beschrieben) OHNE Reißverschluss, ist nicht mal bei meiner verkleinerten Ausschnittversion notwendig.
Stoff: Viskose mit kleinen Vögeln von Stoffmetropole 
Verlinkung: MMM , After Work Sewing und Ich habe ein neues Schnittmuster ausprobiert

2. Mai 2017

Die gepatchte ELSE....

Heute wenig Worte dafür viele Fotos bei mir auf dem Blog... Die ELSE mit vielen, vielen Patches ist bei mir eingezogen und ich mag die total! Gekürzt auf Shirt-Länge (bei mir immer ca. 65cm) und ganz locker aus einer Mischung zwischen Größe 38 und 40 genäht. 



Der weiche Baumwolljersey erschien mir ideal für so ein lockeres Frühlingsshirt. Auch wenn Viskosejersy besser und schöner fällt, so ist es einfach sportlicher und bequemer. 



Die Patches habe ich "irgendwie" positioniert und aufgebügelt. Erst wollte ich sie aufnähen, dann kam jedoch die Überlegung, dass die Nähmaschinennadel sicherlich verkleben würde. Also aufgebügelt so wie der Hersteller das vorsieht. Apropos Hersteller: bei amazon kann man ganze Sets mit Patches kaufen und sie machen wirklich einen vernünftigen Eindruck! 


Ich weiß... man soll nicht immer irgendwelchen Trends nachlaufen... Ich mag aber diesen Trend und dieses Shirt wird ganz bestimmt nicht ohne weiter "Patchbegleitung" im Schrank bleiben. Allerdings brauche ich dringend Nachschub, so ein Set ist ziemlich schnell aufgebraucht...



Schnittmuster: ELSE von schneidernmeistern (oben verlinkt)
Stoff: Baumwolljersey schwarz/weiss gestreift
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

25. April 2017

Die Metamorphose eines Kleides

In meinem letzten Beitrag schrieb ich, dass mir zwei Nähprojekte misslungen sind. Eins davon war ein Wickelkleid welches schlicht und weg nicht zu mir passte und eher den Charakter einer Schürze hatte... 

Besonders ärgerlich ist es immer um die Stoffe denn man sucht sie mit Liebe aus und sie kosten nun mal auch viel Geld. So auch im Fall von diesem schönen Baumwolljersey geschehen. Ich habe lange überlegt was ich noch "retten" könnte und mich für die Verwandlung des Rockes zu einem Shirt und des Oberteils zu einer kurzen Jacke entschieden.

Bei dem Shirt habe auf das altbewährte Schnittmuster LIV von pattydoo zugegriffen. Die Stoffreste hätten niemals für ein ganzes Shirt gereicht also habe ich hier mit einem schwarzen Jersey kombiniert: 


Irgendwo und irgendwann habe ich gesehen, dass ein Streifen Kunstleder auf dem Übergang toll aussehen kann also bekam mein Shirt auch so eine kleine "Aufwertung".


Bei meiner Jacke kam gar kein Schnittmuster zum Einsatz. Ich habe schlicht und weg nur das Oberteil des Kleides abgetrennt und statt zu säumen mit der breitesten Sticheinstellung der Overlock gearbeitet ☺



Das Shirt gefällt mir richtig gut. Bei der Jacke bin ich jedoch unsicher... Sie steht in der Taille ein wenig ab denn das ursprüngliche Schnittmuster sah eine Raffung mit einem Gummiband vor. Vielleicht werde ich hier irgendwann mal noch zwei Abnäher setzen.

Für den Moment bin ich jedoch zufrieden. Und vor allem habe ich zum ersten mal nicht aufgegeben sondern noch zwei tragbare Kleidungsstücke zustande gebracht.

Schnittmuster: wie oben beschrieben bzw. verlinkt
Stoff: Baumwolljersey
Verlinkung: MMM und After Work Sewing
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19. April 2017

Ein Hauch von Sommer...

Nach zwei gescheiterten Nähprojekten war ich in den letzten Tagen ziemlich gefrustet. Das ging so weit, dass ich mein schönes Hobby, mein Können und überhaupt alles was mit dem Nähen zu tun hat, auf dem Prüfstand stellte. Einerseits habe ich mich maßlos über meine Schnittmusterwahl geärgert, andererseits bedauerte ich die "Verschwendung" von zwei wirklich schönen Stoffen.

In solchen Phasen darf man bekannterweise nicht aufgeben und keine langen Pausen einlegen weil die Gefahr zu hoch ist, dass man alles in die Ecke wirft. Also ich zumindestens. 

Ein einfaches Projekt musste her und es musste gelingen. Also: La Maison Victor, meine Kaufgröße und bloß nicht zu kompliziert. So entstand dieses luftig, leichte Top CRYSTAL aus der neuesten Ausgabe. 




Ich bin von diesem relativ einfachen Teil begeistert. Mir gefällt die Passform und es ist obendrein zur Zeit auch sehr modern. Schon seltsam wie sich die Mode "wiederholt"... Als kleines Mädchen hatte ich auch so eine Bluse, meine Mutter hat gleich ein Foto davon rausgekramt ☺



Die "La Maison-Therapie" hat geholfen! Ich habe jetzt wieder Lust zu nähen und bin motiviert. Grundsätzlich denke ich, dass ich mich künftig mehr auf die Schnittmuster aus den Zeitschriften konzentrieren werde. Warum auch immer, die liegen mir einfach besser. Demnächst wage ich mich wieder an die Burda und überhaupt: der Kopf ist voller Projekte. 

Macht´s gut, wenn Ihr Lust habt, dann sehen wir uns nächste Woche wieder...


Schnittmuster: Top CRYSTAL, La Maison Victor 03/04 2017, Gr. 38 (um 2cm verlängert)
Stoff: Viskose aus meinem Stoffladen
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

4. April 2017

Chloe - ein Kleid mit Wohlfühlcharakter

Ich konnte mir als Fan von pattydoo das neue Schnittmuster auf gar keinen Fall entgehen lassen. Chloe - ein Kleid mit Tulpenrock welches ursprünglich für Sweatstoffe vorgesehen wurde. 



Mangels geeigneter Sweatstoffe habe ich mich für den Stoffabbau entschieden und ein relativ leichtes Baumwolljersey gewählt. Ursprung: unbekannt - ich muss DRINGEND mein Stofflager "vernähen", so langsam habe ich die Übersicht verloren... Jedenfalls lässt sich das Kleid auch sehr gut in der Jerseyvariante umsetzen, fällt dadurch allerdings etwas leichter und ist nicht ganz so stark auf den Hüften ausgestellt.



Das Kleid ist schnell zugeschnitten und genäht, man sollte aber bei dem rückwärtigen Rockteil aufpassen und dessen Länge ggf. etwas verlängern. Ich habe auf einigen Fotos beobachten können, dass der Rock hinten etwas unvorteilhaft absteht. Einige haben auch darüber berichtet. Dank meines Hohlkreuzes war das auch bei mir der Fall also musste ich den hinteren Rock etwas anpassen und schon hatte ich einen glatten Fall.

Die Überschrift sagt das schon aus: das ist ein Kleid mit Wohlfühlcharakter. Eine weitere Ausführung folgt ganz bestimmt, diesmal mit kurzen Ärmeln und aus einem knalligen Sommersweat ☺


Schnittmuster: Kleid Chloe (oben verlinkt), Gr. 38
Stoff: aus meinem Bestand
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

20. März 2017

Mit zur Farbe? Ja, mit Cheyenne Tunic!

Um diesen Farbton schleiche ich schon seit Monaten. Manche nennen es royalblau, andere kobaltblau. Ich nenne es: sehr, sehr blau und diese Farbe fasziniert mich.

Bei rotkaehlchen habe ich einen wunderbaren Baumwollstoff mit einem leichten Stretchanteil in diesem Farbton gefunden. Und eine tolle telefonische Beratung: die Mädels haben für mich passende Knöpfe und Garn rausgesucht, die Lieferung hat nicht mal 2 Tage gedauert. So macht Online-Shopping Spaß!

Die Cheyenne Tunic sollte es werden... Vorweg: mein Schnittmuster wird das nicht. Ich kann hier nur einen Vergleich zu der La Maison-Bluse ELSA ziehen weil das so ungefähr dem Schwierigkeitsgrad entspricht. Die ELSA ist irgendwie "durchdachter" und lässt sich dank der tollen Beschreibung in der Zeitschrift einfacher nähen. Aufwendig sind sie beide, keine Frage, aber alleine die Tatsache, dass sich hier die Ärmel nicht 100%-ig faltenfrei einsetzen lassen (trotz des Stretchanteils meines Stoffes) ist ein gewaltiger Minuspunkt in meinen Augen. 

Aber anyway. Die Bluse ist fertig und nun mag ich sie. Vor allem die Farbe, ich kann mir vorstellen, dass hier weitere Kleidungsstücke folgen...


Apropos Ärmel. Aufmerksam habe ich alles über die Cheyenne gelesen und bin dabei auf dieses Tutorial von Dominique gestossen. Schultern anpassen habe ich noch nie gemacht und das hat mich erst gewaltig irritiert. Die Bilder sprachen aber für sich also habe ich eine Kaufbluse mit dem Schnittmuster vergleichen und festgestellt, dass die Schulterpartie bei der Cheyenne tatsächlich sehr schmal ausfällt. Um 2,5 cm habe ich die Schultern verbreitert und das war... zu viel. Warum auch immer. Die Kaufbluse sitzt gut und hat die exakte Breite wie meine Cheyenne in den Schultern. Hier hätten jedoch 1-1,5 cm gereicht. 


Trotz der ganzen Schwierigkeiten, des aufwendigen Schnittes und der leichten Anpassungsprobleme bin ich froh, dass ich mich "durchgekämpft" habe. Ich mag Herausforderungen und merke, dass mich solche Projekte weiter bringen. Andererseits könnte ich nicht nur aufwendige Sachen nähen. Nach dieser Bluse sind wieder paar einfache Shirts oder Kleider an der Reihe. Das macht Spaß und bringt relativ schnell den gewünschten Erfolg. 

In diesem Sinne: ich gehe jetzt wieder an meine Nähmaschine und widme mich den einfachen Sachen des Lebens ☺


Schnittmuster: Cheyenne, Tunicversion, Größe "S"
Stoff: Popeline Stretch Matida von rotkaehlchen 
Verlinkung: MMM und After Work Sewing