21. Februar 2018

Verliebt in ADELHEID

Als fleißige Instagramerin (schreibt man das so?) ist sie mir sofort ins Auge gefallen: die Adelheid, ein neues Blusenschnittmuster von schneidernmeistern.



Schön lässig, fast ein bisschen ovesized und vor allem mit diesen genialen Ärmeln. Die Monika nennt sie "Bischofsärmel" und das trifft es ziemlich genau. Auf jeden Fall finde ich diese Bezeichnung deutlich sympathischer als Puffärmel, aber das liegt ja in der Natur der Sache...


Mir war sofort klar, dass man hier nur besonders schön fallende Stoffe verwenden sollte. Und da wir immer noch Winter haben und richtig knackige Temperaturen verzeichnen, sollte die Adelheid kein leichtes Blüschen werden! Für den Sommer werde ich sicherlich Viskose oder Seide wählen, denn bei einer Adelheid wird es definitiv nicht bleiben.

Was also tun? Ganz einfach: den eigenen Stoffschrank aufmachen und ein Stück Crêpe Georgette rausnehmen, welches dort bestimmt schon seit 5 Jahren auf die passende Gelegenheit gewartet hat ☺ So ganz spontan, ohne sich tagelang vor diversen Online-Shops nicht entscheiden zu können. Herrlich!

Und nun saß ich da und konnte nicht glauben, was ich in der Maßtabelle sah. Dann fing ich an zu recherchieren und mein "Verdacht" hat sich bestätigt: ich musste die Größe 42 zuschneiden. Ein kurzer Austausch mit Eleonore hat mich dann schließlich komplett überzeugt: die Bluse fällt im Schulterbereich sehr eng aus und ich soll mich lieber an die Angaben halten. Ganz, ganz lieben Dank an dieser Stelle!

Ich würde mich übrigens sehr darüber freuen, wenn alle Probenäherinnen immer ganz kurz in ihren Beiträgen vermerken könnten, welche Größe sie genäht haben. Das kostet ja nun wirklich keine Arbeit und wir alle könnten dadurch viele, viele Fehler vermeiden. Das nur so am Rande...

Zugeschnitten habe ich also die 42, allerdings zum Saum hin auf 38 verlaufend. Und sie passt, oben hätte sie nicht viel enger sein dürfen.


Die Bluse hat eine Rückenpasse mit Schlitz in der hinteren Mitte und wird normalerweise mit einem Knopf verschlossen. Das hat bei meinem relativ schweren Stoff leider überhaupt nicht funktioniert, der Stoff beulte sich trotzt wirklich sorgfältiger Verarbeitung. Also habe ich zwei Knöpfe genommen, die ich praktischerweise selber bezogen habe. 

Und dann saß ich wieder vor der Anleitung und las, dass hier eine Garnschlinge gehäkelt werden sollte... Also zwei davon in meinem Fall. Nun ja, selbst wenn ich eine Häkelnadel mit passendem Garn besitzen würde, wäre ich kein Schritt weiter, denn ich kann überhaupt nicht häkeln. Aber einkaufen kann ich gut und so bin ich zu meinem Stoffhändler gelaufen und habe dort ein ganz dünnes Satinband (ca. 0,5cm) besorgt, um dieses Problem zu lösen ☺ Funktioniert wunderbar!


Insgesamt habe ich die Bluse um 2,5cm in der Länge und die Ärmel um 3,5cm gekürzt. Bei den Ärmeln war ich ein bisschen voreilig denn sie würden vermutlich im ungekürzten Zustand noch voluminöser ausfallen. Aber das ist ja Geschmacksache. 

Sonst bin ich aber super zufrieden und habe sie heute bereits ins Büro ausgeführt. Und morgen führe ich sie bei RUMS aus und bin schon ganz gespannt, ob mir dort weitere Adeheids begegnen...


Schnittmuster: Bluse (und Kleid) Adelheid von schneidermeistern (oben verlinkt)
Größe: 42/40/38 (von allem etwas...), oben beschrieben
Stoff: Crêpe Georgette (ich meine, von Stoff & Stil)
beziehbare Knöpfe: Snaply Nähkram 
Verlinkung: RUMS und After Work Seewing
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14. Februar 2018

Eine ESME schlicht und edel...

Meine erste ESME aus dem Buch von Lotta Jansdotter hat mir so gut gefallen, dass ich sie einfach nochmal umsetzen musste... 

Diesmal eine Nummer kleiner (S) und sie wäre vermutlich perfekt geworden, wenn mein Stoff nicht so dehnbar gewesen wäre. 


Dieser Stoff ist ganz was Besonderes und ich freue mich, dass ich noch ganze 1,5m davon besitze, denn hier soll noch ein gaaaaaanz langer Rock daraus entstehen. 88% Schurwolle, 9% Baumwolle und 3% Elasthan - Natur pur und so fühlt sich das auch an. 



Es handelt sich hierbei um den Woll-Quer-Stretch von Zuleeg GmbH und wenn man bedenkt, dass es eigentlich Webware ist, stellt sich das Material wirklich als sehr dehnbar dar. Ich hätte mir die ESME an den Schultern schmaler gewünscht aber für den Zuschnitt der Größe XS fehlte mir einfach der Mut. 

Was habe ich diesmal noch verändert? Nur die Länge der Ärmel. Ich wollte ein Kleid mit langen Ärmeln, wenn ich ehrlich bin, dann mag ich diese 3/4-Varianten nicht besonders. Ich habe ständig das Gefühl, dass ich nicht richtig angezogen bin und bin nur am zupfen. 

Also habe so eine Art Bündchen an das Kleid rangebastelt und diese Lösung finde ich prima! Sie ergeben einen sauberen Abschluss und der Stoff liegt bündig am Handgelenk an.


Die Problematik mit den Schultern verfolgt mich immer noch und ich habe sie zunächst mal mit einem Tuch gelöst ☺ Das lenkt ein bisschen ab bis mir eine bessere Lösung eingefallen ist. Außerdem mag ich Tücher gerne leiden, trage sie leider viel zu selten. 

Was meint Ihr? Kann ich so angezogen vor die Tür gehen?


Schnittmuster: Tunika ESME (oben verlinkt), Gr. S
Stoff: Woll-Quer-Stretch von Zuleeg (oben verlinkt)
Verlinkung: RUMS und After Work Sewing

6. Februar 2018

MMM in Seiden-Jacquard gehüllt...

Vor einigen Wochen habe ich mir ein ganz tolles Stöffchen gegönnt. Nicht wie üblich bestellt sondern offline angefasst, mich sofort verliebt und mitgenommen. Ehrlich Mädels, das sollte man viel öfter tun! Ich jedenfalls habe es mir fest vorgenommen und werde versuchen, die Zeit für solche Stoffeinkäufe zu reservieren. Schliesslich liegt bei mir Hamburg direkt vor der Tür und hat einige tolle Stoffgeschäfte zu bieten.

Aber zurück zu meinem Stoff: das ist ein Seiden-Jacquard, bestehend aus Viskose, Seide und Elasthan. Leicht aber gleichzeitig warm, herrlich fließend und durch den Seidenanteil sehr edel. 



Eigentlich war dieser Einkauf für eine lange Hoggings aus dem gleichnamigen Buch vorgesehen. Der Plan stand bis zu dem Zeitpunkt als die liebe Ingrid zu Besuch kam... Sie rümpfte die Nase und gab mir damit unmissverständlich zu verstehen: viel zu schade dafür ☺ Nun gut, sie hatte ja irgendwie Recht und ich machte mir Gedanken über eine anderweitige Verwertung. 

Fließende Stoffe erfordern fließende Schnittmuster und so entschied ich mich für das bereits hier und hier umgesetzte Kleid TWIG aus einer älteren Ausgabe der Ottobre.


Für die Tascheneingriffe und Armbündchen habe ich die Rückseite des Stoffes verwendet, warum hier kombinieren wenn die Lösung so schlicht und schön ist?


Das Halsbündchen habe ich mit einem elastischen Chiffon-Schrägband eingefasst, ebenfalls im besagten Stoffgeschäft gekauft und so praktisch, dass ich unbedingt Nachschub besorgen muss.


Morgen wird mein neues Kleid ausgeführt denn meinereiner wird wieder ein Jahr älter... 😔 Was aber noch wichtiger ist: morgen ist endlich wieder Me Made Mittwoch, welches ich in den letzten vier oder sogar fünf Wochen schmerzlich vermisst habe! Diese Linkparty ist mir wirklich ans Herz gewachsen, hier hatte ich nie das Gefühl, daß das Kommerzielle im Vordergrund steht sondern, daß die Teilnehmerinnen ganz stolz "nur" ihre genähten Werke präsentieren wollen. Nicht mehr und nicht weniger... 

Also reihe ich mich morgen artig ein und wünsche uns allen einen wundervollen MMM-Tag!


Schnittmuster: Kleid TWIG, Ottobre 5/2015, Gr. 38
Stoff: Seiden-Jacquard aus einem lokalen Geschäft
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

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23. Januar 2018

FoldOver - eine Umfalltasche, die nicht umfällt...

Momentan näht die gesamte Blogger- und Instagram-Szene eine Tasche nach der anderen und ich schaue mir das voller Bewunderung schon seit Wochen ganz genau an. Es sind wirklich wunderschöne Modelle dabei, die Mädels übertreffen sich buchstäblich in Punkto Kreativität und es entstehen ganz tolle und außergewöhnliche Kreationen.

Ich konnte mich dieser Faszination nicht entziehen und wollte nun auch eine schöne, neue Tasche besitzen ☺

Meine erste Tasche sollte schlicht und sportlich werden. Der Stoff, oder besser gesagt die Stoffe, lagen schon seit gefühlten 2 Jahren bei mir im Schrank, irgendwann habe ich sie bei einem Einkauf von Stoff & Stil mitgenommen. Damals ohne einer konkreten Verwendung, die Kombination hat mir einfach gefallen und Grau ist ohnehin mein Ding!

Ich machte mich also auf die Suche nach einem passenden Schnittmuster und die Wahl fiel auf FoldOver 2.0 von Hansedelli. So habe ich mir das vorgestellt: schlicht, nicht zu klein, sportlich und trotzdem irgendwie ein bisschen schick. 



Zuerst musste ich lernen, dass es gar nicht so einfach ist, das passende Zubehör zu besorgen. Der Besuch in meinem Stoffladen vor Ort war mehr als enttäuschend, der Laden ist wirklich nicht klein aber sie bieten nur den absoluten Standard an. Damit meine ich: silber, gold und eine ganz begrenzte Auswahl an Endlosreißverschlüssen. Man hat also keine Wahl und muss sich bei den Online-Händlern umschauen. Auch dort gestaltet sich die Suche nicht ganz so unproblematisch, vor allem dann nicht, wenn man alles in einem Shop bestellen möchte. Aber das kennt Ihr bestimmt schon alle, die Einzelheiten erspare ich Euch an dieser Stelle.

Voller Vorfreude und mit gar keiner Taschenerfahrung habe ich also eines Tages angefangen und wunderte mich zuerst über die 41 (in Worten: einundvierzig!) Seiten Anleitung. Ohne Schnittmuster wohl gemerkt, nur die Anleitung. Ist das immer so? Mir fehlen hier jegliche Vergleiche... 


Das Nähen hat wirklich sehr viel Spaß gemacht aber eine Tasche ist kein schnelles Projekt. Das muss ich einfach beim nächsten mal bedenken und die Zeit entsprechend kalkulieren. Bei den besonders dicken/verstärkten Stellen hat mich meine Pfaff teilweise "verlassen" und ich musste mir ganz gewaltig etwas einfallen lassen. Damit sind vermutlich jegliche Echtleder-Projekte ad acta, denn dieses Material hier ist nur ein etwas stärkeres Kunstleder. 


Und jetzt komme ich zu der Überschrift meines Blogbeitrages: "eine Umfalltasche, die nicht umfällt"...

Mangels Erfahrung habe ich es offensichtlich zu gut gemeint und alle Teile zu sehr verstärkt. Auch den Bereich, der bei einer FoldOver "umfallen" soll 😞 Die Tasche fällt nicht nach unten, sie steht und die bisherigen Bilder entsprechen nicht der Form am Körper. Meine mühsam genähte Tasche sieht beim Tragen wie folgt aus und wenn ich versuche, sie nach unten zu falten, kommt sie mir in einem 90 Grad-Winkel entgegen...


Meint Ihr, ich kann sie trotzdem tragen? So als "Non-Fold-Over-Variante" ? Oder hat jemand evtl. eine Lösung für dieses Problem ? Sie gefällt mir nämlich richtig, richtig gut und es wäre schade, wenn sie "nur" in der Ecke landet.

Schnittmuster: FoldOver 2.0 (oben verlinkt)
Stoffe: aus meinem Bestand von Stoff & Stil
Zubehör: zum größten Teil von Snaply Nähkram
Verlinkung: RUMS

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9. Januar 2018

Business-Look mit LIVY

Diese Woche wird jobtechnisch unheimlich spannend für mich, ich muß wichtige Termine wahrnehmen und diese Anlässe erfordern auch passende Kleidung. Das ist nun mal so, ein Hoodie mit Jeans wäre an dieser Stelle vollkommen unangebracht.

Es musste also etwas in Business-Look her und ich entschied mich für das Schnittmuster des Rockes LIVY aus La Maison Victor 11/12 2017. 



Wer die Zeitschrift kennt, kann sich bestimmt an die abgebildete Metallic-Variante des Rockes erinnern. Das kam aus gegebenem Anlass für mich nicht in Frage und außerdem lag hier ein wunderschönes, weiches und knitterfreies Stück Flanell in Tweedoptik von Zuleeg GmbH. Dieser Stoff ist eine Klasse für sich, ich persönlich habe noch nie etwas so Hochwertiges und Schönes verarbeitet. 


Aber zurück zu meinem Rock. Wie fast alle Schnittmuster von LMV musste ich hier trotz meiner 163cm verlängern. Keine Ahnung warum das so ist, ich komme mir eigentlich sehr klein vor und normalerweise sind fast alle Schnittmuster viel zu lang für mich. Die Livy hat von mir noch 5cm Länge erhalten denn ich wollte unbedingt diesen langen Look. 


Dann habe ich den Rock komplett unterfüttert. Nichts ist schlimmer als Röcke, die an den blickdichten Strumpfhosen "hochkrabbeln". Bei LMV ist das nicht vorgesehen aber sie verwenden auch ein anderes Material. Auch wenn das viel Arbeit kostet, der Aufwand lohnt sich: der Rock fällt einfach schöner und man muss nicht ständig zupfen. 


Die von mir gewählte Größe ist eine Mischung aus 36 und 38 und ich kann wirklich vollen Stolzes berichten, dass der Rock wie maßgeschneidert sitzt. So langsam habe ich verstanden, worauf es ankommt und setze das auch fleißig um. 

Und nun? Nun möchte ich Euch bitten, mir viel Erfolg zu wünschen denn die kommenden Termine sind sehr wichtig für mich. Den Grundstein habe ich schon mal mit meinem Outfit gelegt denn ich fühle mich wirklich sehr wohl ☺


Schnittmuster: Rock LIVY, La Maison Victor 11/12 2017
Pullover: gekauft
Stoff: Flanell in Tweedoptik von Zuleeg GmbH
Verlinkung: RUMS und After Work Sewing

2. Januar 2018

Heather aus LMV

In der Ausgabe 07/08 2017 von La Maison Victor findet man einen sportlichen und sehr kurz gehalten Hoodie Names HEATHER. Das ist wirklich ein sehr schickes Teilchen für ganz junge Mädels, für mich aufgrund der Länge eher unpassend. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass wir gerade diverse Weihnachtsleckereien genossen haben, kommt man gar nicht umher, den Pulli ein ganzes Stück zu verlängern ☺

Das habe ich also um ganze 9cm + die Länge des Bündchens getan und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden! Und überhaupt: ich muss wieder mal ein wenig "schwärmen"... Schnittmuster für Hoodies gibt es wie Sand am Meer und auch ich habe schon diverse davon umgesetzt, aber La Maison Victor begeistert mich einfach immer wieder. Die Sachen sitzen und passen, sie sind perfekt ausgearbeitet, die Beschreibung (auch wenn man sie nicht unbedingt braucht) ist selbsterklärend - kurzum: das Nähen macht einfach nur Spaß!



Farblich wollte ich etwas Neues ausprobieren und entschied mich für einen ganz zarten Nudeton. Nicht zuletzt weil man diesen Farbton wunderbar mit Grau kombinieren kann und ich finde Grau momentan fantastisch. 



Für die Stabilisierung der Kapuzenränder habe ich statt des vorgeschlagen Ripsbandes ein passendes Satinband besorgt. Die Auswahl der Farben ist hier deutlich besser und es sieht irgendwie edler aus. Ripsband verbinde ich immer mit Taschengurten und vernähe es bei Kleidung nur ungern. 


Mein erstes Kleidungsstück des Jahres 2018 ist also fertig und verdeckt alle Sünden der vergangenen Tage ☺ Euch Allen wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr und immer ausreichend Stoff unter der Nadel !!!


Schnittmuster: Heather LMV 07/08 2017, Größe 38, Länge deutlich verlängert
Stoff: Sommersweat NUDE von Alles für Selbermacher
Verlinkung: RUMS und After Work Sewing

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20. Dezember 2017

Neues Buch, neues Glück...


Im vorweihnachtlichen Stress finde ich kaum Zeit, um meinem schönen Hobby nachzugehen. Die Vorbereitungen, die Erwartungen, die (vermeintlichen) Verpflichtungen - die Liste ist wirklich lang. Beneidenswert sind in meinen Augen die, die das ganze Thema Weihnachten besinnlich und ruhig angehen. Ich kann das leider nicht, fast jede Minute meiner Freizeit ist irgendwie mit Weihnachten verbunden oder besser gesagt mit den Vorbereitungen auf das Fest.

Aber es gibt auch sehr schöne Momente in der Adventszeit. Die vielen Lichter, die überall brennen und auch das eigene festlich dekorierte Heim. Das ist gemütlich, stimmungsvoll und man möchte es dann doch irgendwie nicht missen. 

Missen möchte ich auch nicht die kleinen Geschenke, die wir uns zum Nikolaus machen. Auch wenn es eigentlich nur für Kinder gedacht ist, finde ich es jedes Jahr sehr schön, dass auch wir uns etwas schenken. So auch vor zwei Wochen: ganz aufgeregt lief ich zu meinem Stiefel und fand dort ein tolles Nähbuch, eins von denen, die ich mir schon länger gewünscht habe. 



Die Julia Korff (lillesol & pelle) stellt dort eine ganze Reihe an einfachen aber stylischen Basic-Modellen aus Jersey vor. Ich fühlte mich sofort angesprochen und anders als bei vielen anderen Büchern sind hier die Schnittmusterbögen verständlich dargestellt und man kann, ohne lange zu suchen, sofort mit dem Übertragen beginnen.

Für den Anfang suchte ich ein Sweatshirt mit einem V-Ausschnitt aus. Das Modell gefiel mir auf Anhieb und außerdem habe ich noch nie ein Kleidungsstück mit dieser Ausschnittform genäht. Das wollte ich endlich ändern.



Dank der super Beschreibung hat das wirklich sehr gut geklappt und ich werde sicherlich noch einige Kleidungsstücke mit einem V-Ausschnitt für mich nähen. Immerhin was das früher meine bevorzugte Ausschnittform und nun weiß ich, dass sie gar nicht so schwierig ist.


 

Da ich dringend Stoffabbau betreiben muss, entschied ich mich für einen weichen und warmen Sweat aus Baumwolle. Gute Entscheidung, gerade bei den jetzigen Temperaturen geht nichts über so ein kuscheliges Oberteil. Rot und Grau passen meiner Meinung nach wunderbar zusammen also bekam mein Pulli graue Bündchen und das gefällt mir sehr.


Verändert habe ich, bis auf die Länge der Ärmel, nicht viel. Diese musste ich tatsächlich um ganze 8 cm kürzen aber das ist ja kein Problem. Das hat mir schon immer bei lillesol & pelle so gut gefallen, die Schnitte sitzen und passen und ich kann sie fast "blind" kaufen. 

Wie findet Ihr meinen neuen Pulli? Ich würde ja sagen... farbtechnisch fast weihnachtlich, oder? ☺ 


Ich wünsche Euch allen ein schönes, frohes Weihnachtsfest mit netten Menschen und ruhigen Tagen zum Entspannen! Ich werde die Tage auf jeden Fall genießen und wer weiß, vielleicht findet sich sogar Zeit für das schönste Hobby der Welt...

Schnittmuster: aus dem Buch "Jersey nähen" (oben verlinkt)
Stoff: gut abgelagert aus meinem Bestand

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28. November 2017

Naomi zum Zweiten mit einem schlichten Bleistiftrock

Heute möchte ich Euch zwei absolute Basics zeigen, die ich vermutlich "rund um den Winter" mit allen möglichen Kleidungsstücken kombinieren werde.

Erstmal wieder mal das Jäckchen NAOMI aus La Maison Victor, die ich bereits hier schon mal in einem anderen Farbton vorgestellt habe. Diesmal in Dunkelgrün weil ich die Farbe momentan sehr mag!



Auf der Suche nach dem passenden Strickstoff bin ich zum ersten mal auf van Soest-Stoffe aufmerksam geworden und ich hätte dort buchstäblich ALLES bestellen können. Und nach der Lieferung erst recht! So tolle Materialien, sie schreiben, dass es sich um hochwertige Industriequalitäten handelt und das spiegeln die von mir bestellten Stoffe auch wieder. 

Auch der relativ schwere, schwarze Jersey hat mich nicht enttäuscht denn ich habe mir den Stoff für meinen Bleistiftrock genau so vorgestellt. Das Schnittmuster habe ich mir selbst ausgedacht und das ist wirklich keine große Kunst: man muss sich nur genau vermessen, Vorderteil, Hinterteil und ein ca. 12cm hohes Bund in der Breite des Rockes zuschneiden, um ein breites Gummiband einziehen zu können. Fertig. 

 

Nun gut, wenn ich ganz ehrlich bin dann hatte ich so meine liebe Mühe mit dem Aufnähen der Kunstlederstreifen bis mir eingefallen ist, dass ich irgendwann mal ein Spezialnähfuß mit zwei Metallrollen gekauft habe. Man sollte wirklich wissen was in eigenen Schubladen "schlummert", das erleichtert die Arbeit enorm! 

Mein Herbst-/Winteroutfit ist nichts Besonderes aber ich mag das so. Und es ist der richtige Look fürs Büro, auch wenn es dort keinen festen Dresscode gibt, ist man sich der ungeschriebenen Gesetze bewußt. 

Ich wünsche Euch einen tollen Mittwoch und bin schon auf Eure Kreationen gespannt...
Bis bald und ganz liebe Grüße!


Schnittmuster: NAOMI, La Maison Victor 11/12 2015, Größe 38 ohne Änderungen
                       Rock, wie oben beschrieben
Stoffe: oben verlinkt


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19. November 2017

Große Bücher- und Karoliebe

Momentan kann ich mich immer mehr für Nähbücher begeistern... Jeden Abend schaue ich mir auf Amazon diverse Bücher an, lese aufmerksam die Bewertungen, google nach Nähbeispielen und wenn sie mich überzeugen dann finden sie auch einen Platz bei mir im Regal. 

Ein Buch ist nicht nur etwas Wunderschönes sondern zugleich auch eine kurze Flucht aus der heutigen digitalen Welt. Besonders gebundene Ausgaben haben es mir angetan, sie fühlen sich unheimlich wertig an und es ist einfach nur schön und ja fast gemütlich, ein solches Buch in den Händen zu halten.

Bevor ich mit dem Nähen angefangen habe, fühlte ich mich immer zu der skandinavischen Mode hingezogen. Das bezog sich seinerzeit leider nur auf ein paar wenige Kleidungsstücke, die ich mir mehr oder weniger immer aus Dänemark-Urlauben mitgebracht habe. Diese Sachen hängen bei mir immer noch im Schrank, ich kann mich einfach nicht von ihnen trennen auch wenn sie mir aufgrund meiner Gewichtsabnahme nicht mehr passen. Um so glücklicher war ich als ich das Buch von Lotta Jansdotter entdeckt habe. Skandinavien pur mit zig Kombinationsmöglichkeiten, einfache Schnittmuster, verständliche Anleitungen auch wenn in englischer Sprache. Um das mal kurz zu beschreiben: ich bin begeistert! 


Beispiele aus dem Buch

Beispiele aus dem Buch

Mein erstes Projekt sollte die Tunika "Esme" aus diesem Buch werden. Man kann das Schnittmuster aber auch zu einer Bluse oder zu einem Kleid problemlos umwandeln.  

Angetan von dem abgebildeten Beispiel besorgte ich mir einen schönen Flanellstoff und entschied mich in meiner Nähbegeisterung für ein großzügiges Karomuster...




Mir war schon klar, dass ich so gar keine Erfahrungen beim Zuschnitt von Karostoffen besitze aber ich wollte es unbedingt so haben. Auch war ich der Meinung, dass ich alles richtig bemessen und auf dem Stoff positioniert habe - leider täuschte ich mich auf der ganzen Linie denn ich habe schlicht und weg nicht an die Brustabnäher gedacht, die nun mal im Vorderteil vorgesehen sind und das Muster völlig verschieben. 

Tja, einmal zugeschnitten lässt es sich nicht rückgängig machen und ich habe meine Esme zu Ende genäht. Einerseits finde ich die Seitenansicht super ärgerlich, andererseits habe ich wieder etwas gelernt und hoffe, wenigstens an diesem Punkt künftig anders vorzugehen. Denn der nächste Karo-Flanell-Stoff liegt schon in meinem Stoffschrank und wartet auf Verarbeitung...


Und wo wir schon mal beim Lerneffekt sind... M ist nicht M sondern eher L - so in etwa lautet meine Erkenntnis für alle künftigen Projekte aus diesem Buch. Skandinavische Mode ist nun mal sehr großzügig und das scheint sich hier in der Passform der Kleidungsstücke zu spiegeln. Meine M-Tunika war nach dem Zusammenheften viel zu groß und musste an den Seitennähten deutlich verschmälert werden. 

Nichtsdestotrotz mag ich mein neues Kleidungsstück wirklich leiden und habe es bereits demonstrativ ins Büro angezogen. Eigentlich habe ich mit kritischen Reaktionen gerechnet aber da kam nichts... Ob das wieder nur meine skeptische Sichtweise ist? Ich weiß es nicht... Jedenfalls sind Flanellstoffe super kuschelig und haben einen festen Platz in jedem Kleiderschrank verdient. 


Schnittmuster: Esme aus dem Buch Everyday Style (Link oben)
Stoff: Flanellstoff Karo-Weiss von stoffe.de
Verlinkung: MMM und After Work Sewing

6. November 2017

Wardrobe Basic aus Jacquard

Aus der Ausgabe 05/2013 der Ottobre kommt das Schnittmuster dieses Basic-Blazers. Und es handelt sich hierbei tatsächlich um ein Basic-Teil welches eher den sportlichen als eleganten Charakter hat.